Donnerstag, 24. Dezember 2009

Schokolade in Ecuador

Finally zum Fest der Liebe und der Völlerei hat die WELT meinen Artikel zur Wertschöpfungskette Kakao veröffentlicht:) Da sind wir von der GTZ alle froh:) (auch wenn die Hälfte des Artikels am Ende fehlt..)

Wer den Artikel etwas ausführlicher lesen möchte (was wirklich zu empfehlen wäre) liest ihn in der BERLINER MORGENPOST. Aber auch hier schlecht gekürzt... nun denn, wer ihn in seiner ursprünglichen Version von mir geschrieben lesen möchte geht zu ECO-World.
Über Kommentare, Anmerkungen usw. würde ich mich freuen.

FELIZ NAVIDAD

Sonntag, 20. Dezember 2009

Iguana - Leguane

...,weil sie so süß sind, ein paar Fotos aus meinem Leguan-Album:

Samstag, 19. Dezember 2009

Vom Umtausch ausgeschlossen

Im Kaufhaus seine dort gekaufte Ware wieder umtauschen. In Deutschland gang und gebe, eigentlich keiner weiteren Bemerkung wert, das flutscht, da kriegt man sogar sein Geld zurück ausser, wenn man versucht ohne Kassenbeleg zu tauschen. Mein Gott sind wir verwöhnt.
Ware umtauschen ist hier in Ecuador eine Nervenprobe. Dies ist eine wahre Geschichte, mir passiert in einem der renomiertesten Kaufhäuser Ecuadors "SUKASA":
Wir hatten uns eine metallene Kaffekanne für die Kaffeemaschine gekauft, weil die Alte uns kaputt gegangen war. Nun wollte ich die metallene, die zu groß war, gegen eine kleinere gläserne umtauschen. Ich wollte mit der Kanne in der Hand zur Kasse, doch der Sicherheitsmensch am Haupteingang, verlangte von mir, dass ich die Kanne an der Taschenabgabe deponiere. Ich konnte ihn dann mit meinem schlechten spanisch überzeugen, dass ich die Kanne brauche, weil ich sie doch umtauschen will. Widerwillig ließ er mich ziehen. Im zweiten Stock dann passte mich dann aber ein weiterer Sicherheitsmensch ab und bestand darauf, dass ich die Kanne abzugeben habe und zwar im ersten Stock bei der Taschenabgabe. Freundlicherweise wollte er mir diesen Gang ersparen und nahm mir die Kanne aus der Hand. Gut, dann also ohne Kanne. Schlau wie ich war, suchte ich zu erst meine neue Kanne aus und ging damit an die Kasse, wo ich die andere ursprünglich gekauft hatte. Dort war man schwer mit Kunden beschäftigt. Eine Kassiererin sprach mich trotzdem an, was ich denn wolle und ich schilderte ihr mein Anliegen, was sie aber scheinbar gar nicht interessierte, denn sie bediente ja gleichzeitig noch eine Kundin mit Beratung und Einpacken. Dann irgendwann war ein anderer Kassierer bereit sich meiner anzunehmen. Er bemerkte sofort, dass ich Ausländer war und einer gesonderten Betreuung bedarf, also stellte er sich mit John vor. John sagte, dass wir die alte Kanne erst einmal abholen müssen, aus dem 1. Stock. Ok, ich also mit John los. Wir zunächst aber erstmal zum Kundenservice, wo John eine weitere Mitarbeiterin ansprach, die uns dann tatsächlich mit zur Kanne im 1. Stock begleitete. Der Taschenausgaben-Mensch gab erst der Dame die Kanne, die nickte, gab sie John und der gab sie mir. Daraufhin verschwand die Dame und John und ich fuhren also die Rolltreppe wieder hinauf zu seiner Kasse. Da waren wir also wieder, diesmal mit Kanne. John nahm den Kassenbon entgegen und verifizierte den Preis. Er mußte fest stellen, dass die neue Kanne billiger ist, als die alte und ich den Differenzbetrag nicht ausgezahlt bekomme, sondern dass ich mir dafür Waren im gleichen Wert auszusuchen hätte. Nun gut kein Problem, dann suche ich mir halt Kerzen aus. Dann verlangte John, dass wenn ich wieder an die Kasse zurück komme, dass ich nach ihm verlangen sollte. Ich suchte mir also zwei Kerzen in höherem Wert als der Differenzbetrag aus und ging zurück zur Kasse. Wer nicht da war, das war John. Nun gut, aber es gibt ja noch andere Kassierer und tatsächlich es erbarmte sich einer, meiner. Er wußte, wo wir die Zeremonie weiter führen können und ging mit der neuen Kanne und den Kerzen los. Die alte Kanne ließ er stehen und ich hinterher. Im Erdgeschoss dann, sprach er eine weitere Kollegin an, die scheinbar die Umtausch-Expertin war. Sie übernahm jetzt erstmal die Sache. Der freundliche Kassierer verschwand dann wieder. Die Expertin schaute sich, Kerzen, Kanne, Kassenbon alles genau an. Dann legte sie am Computer los. Schließlich fiel ihr auf, dass sie die alte Kanne ja gar nicht gesehen hat. Mmmh. Wo ist denn die andere Kanne? Oben im dritten Stock sagte ich trocken und innerlich um Hilfe bittend. Ich würd jeztzt auch nochmal los, um die Sache hier endlich zu Ende zu bringen, aber nein, die Expertin nutze die neue technische Errungenschaft des Telefons und rief ihren Kollegen von der dritten Etage an. Der bestätigte wohl den einwandfreien Zustand der Kanne und sie konnte sich beruhigt dem Computer widmen. Zahlen wurden eingegeben, Nummern verglichen, alles dauerte eeeeeeeeeeeeeeeeeeeewig. dann zahlte ich den höheren Differenzbetrag und verschwand so schnell wie möglich aus SUKASA auf nimmerwiedersehen.

Montag, 14. Dezember 2009

Guayaquil II

Nun sind wir also wieder in Quito. Nur noch 22 Grad tagsüber und abends muss man sich was überziehen.. wie doof. (merkt man diesen Zeilen eigentlich an, welche infantile Freude ich daran habe, die in der Kälte zurück gelassenen aufzuziehen?)
Wie dem auch sei. Ich bin sehr sehr froh, dass meine Kamera in Guayaquil nicht geklaut worden ist und ich gemeinsam mit ihr wieder heim gekehrt bin. Aber sonst habe ich die Hitze, den Pool am Hilton, den SPA, die Restaurants und den Malecón und vor allen Dingen den Iguana-Park sehr genossen!!
 
Hier ich also beim Streicheln einer der tausenden Leguane, die sich im Park tummeln. Drum herum tobt der Verkehr, das Stadtleben und die Jungs und Mädels kümmert das ein Dreck. Die sind (sind von sein, im Sinne von da sein, ein Leben, Existenz haben) so vor sich hin. Sobald man den Park betritt, fällt der Stress von einem ab.


 Morgens und mittags wird gefüttert, dann kommen sie alle von den Bäumen gekrochen. Abends ab sechs kriechen sie sehr gemächlich wieder hoch. Ab halb sieben sind sie alle wieder aufm Baum und fast nicht zu erkennen. Es gibt zwar Wärter, aber die machen sich, glaube ich, erst bemerkbar, wenn sich jemand einen Leguan in die Tasche steckt. 



Nun sind wir wieder in Quito UND ICH DACHTE GUAYAQUIL WÄRE GEFÄHRLICH! Ein Kollege der GTZ erzählt uns heute mal so nebenbei, was ihm am Freitag als er auf dem Weg zur Weihanchtsfeier war. Er bestieg so um 19Uhr einen der blauen nicht städtischen Busse, hatte ein komisches Gefühl und blieb vorn beim Fahrer stehen. Da stiegen mit ihm fünf schwarze Jungs ein, gingen bis zur Mitte des Busses und bedrohten die Fahrgäste mit Messer und wahrscheinlich auch mit Pistole. Innerhalb weniger Minuten hatten sie in aller Seelenruhe die Hälfte der Leute ausgeraubt. Die Leute die weiter hinten saßen wollten natürlich raus aus dem Bus, aber der Busfahrer hat einfach die Tür nicht aufgemacht. Als die Jungs verschwunden waren, sind die Leute auf den Busfahrer los, der wahrscheinlich gemeinsame Sache mit den Jungs gemacht hatte (entweder wird er selber erpresst oder bekommt was von der Beute)... So und da soll man noch in Ruhe Bus fahren wollen?